Der Gaukler
  (Textcollage)

Am Abend zieht der Gaukler einsam durch den Wald.

In Wolken scheinen Masken seltsam hingemalt.

Doch der Wind streicht durch sein Haar,

Seine Flöte spielt sogar,

Und sein Lied tanzt wunderbar

Leise durch das Blättermeer

Und im Gebüsch einher,

Singt dann in der Dämmerung:

Der Abend ist noch jung!


Ein Teppich zarter Landschaft! Als gelbes Blumenfeld

Lacht im Vorübergehen die Sonnenblumenwelt.

Und der Gaukler singt sein Lied,

Lobt die Welt, wie er sie sieht!

Mit der Blütenwolke zieht

Heiterkeit durch seine Augen,

Und wie ein kleines Kind

Will er alles in sich saugen,

Emsig und geschwind.


An des Teiches Ufer, wie ein kahler Baum,

Ruht der Freudenrufer erwacht aus seinem Traum.

Seine Flöte klingt nicht mehr

Im verwelkten Blütenmeer,

Und als ob es Winter wär´,

Fröstelt er zur Mitternacht,

Duckt sich hin und her.

Denn der Mond zeigt seine Macht,

Umkreist die Wipfel schwer.


Die Blätter fallen,

Der Wind trägt sie vorbei

- letzte Spuren vom Tanz,

- letzte Klänge von Reigen

Und Liedern voll Glanz.


Die Blüten starben,

Und sterbend steigt ihr Duft

Durch die eiskalte Luft.

Und der Traum fällt hinab

Endlos tief in sein Grab.